Meine Rede, 29.6.2021 in Schriftform

lieber Gemeinderat,
liebe Bürgermeister,
Liebe Bürgerinnen und Bürger der Stadt Esslingen,

Ich freue mich Sie alle hier im Saal begrüßen zu dürfen.

Mein Name ist Gabriela Letzing, ich bin Kommunikationsdesignerin und ich denke, dass wir angekommen sind, angekommen in einer neuen Zeit, in einer Zeit, in der wir uns aufmachen und auch im Stande sein werden,
vieles zu verwandeln, zu transformieren und zum Besseren zu lenken.

Wir können jetzt beginnen, neu zu denken und uns wieder den wahrhaftigen
Prinzipien einer Demokratie zuwenden, diese zu leben und uns ein liebenswerteres Leben zu gestalten.

Seit fast 20 Jahren lebe ich hier in dieser schönen Stadt. Die Altstadt, die Weinberge mit ihrer grünen Umgebung, das mittelalterliche und mediterrane Flair hat mich mit ihrem Charme eingefangen und stets in ein entspanntes Urlaubsgemüt versetzt. Abends ins Gemütliche heimkehren – ist ein Lebensgefühl fern von lautem Lärm und
Großstadtstress.

Diesen Charme gilt es zu wahren und ich freue mich mit Elan und Zuversicht alles Neue zu unterstützen.
Ich freue mich darauf, tatkräftig mitzuhelfen, Gute Ideen in die Tat umzusetzen und darauf,
miteinander neue Wege zu gehen. Meine besondere Stärke liegt im Netzwerken und ich liebe es,
Menschen zusammen bringen, ihre Kompetenzen zu erkennen, zu fördern und sie zu ermutigen, Ihre Visionen nicht nur zu träumen, sondern sie zu motivieren, diese auch umzusetzen.

Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass für alle Bereiche, für uns Menschen in Esslingen, gleichzeitig gute
Lösungen geschaffen werden. Wir verbessern durch eine neue Stadtpolitik kreativ und effektiv Bedingungen,
die wir für ein guten Leben in Esslingen brauchen.

Sie hören hoffentlich heraus, dass ich in meiner Politik alles aus der Perspektive von uns, den Menschen
in Esslingen betrachte.
An dieser Stelle sei gleich auch der Vorschlag eingebracht, den Titel „Bürgermeisterin“ in Bürgervertretung
umzubenennen. Um mit Entscheidungen dem Gemeinwohl dienlich sein zu können, sollte sich der obere Kreis
eines Stadtoberhauptes solidarischer benennen.

Daher sehe ich mich eher als Mensch und nicht als „Meisterin der Bürger“, ich möchte gleich berechtigt
an einem runden Tisch, im Team, zusammen sitzen. Zusammen mit Ihnen, zusammen mit EUCH Allen.
Ich möchte ein Mensch sein, der nach draußen geht, ständig im Dialog, unterwegs in der Stadt
und in der Natur, denn aus Sicht des Menschen und Bürgers, versteht man besser, um was es eigentlich geht.

Seit 2002 durchlebe ich zusammen mit meiner Familie alle öffentliche Bereiche von Esslingen.
Angefangen in der Windelgruppe auf dem Spielplatz, Kindergarten- und Tagesstätte, Grund- und weiterführende Schulen, Sport und Freizeit sowie Reisemöglichkeiten. Ich habe diese ganze Bandbreite erlebt.
Durch Öffentlichkeitsarbeit in der Verwaltung der Volkshochschule Esslingen kann ich sagen, was wir uns
in und für Esslingen wünschen. Das Setzen von 1200 Kursangeboten für 6 Fachbereiche für alle Altersgruppen, und dass zweimal im Jahr, verschafften mir einen umfassenden Überblick, über unsere Bedürfnisse und auch über unsere Möglichkeiten und Kompetenzen.

Mit diesen Gedanken und Impulsen ausgestattet, setzte ich am 12.5.21 mutig meinen Fuß auf diesen Weg und
bewarb mich für die Stelle der Bürgermeisterin für eine neue Stadt Esslingen.

Es war ca. 2012, ich fühlte den Wunsch, unbedingt die Welt zu retten, na, immerhin wenigstens zu verbessern,
Ich fing bei mir selbst an:
Ehrenamtlich in Initiativen habe ich dann angefangen mein eigenes Umfeld zu verbessern;
ich begann zu netzwerken, pflanzte zusammen mit TransitionTown Esslingen Gemüse im ES Stadtgärtle,
hielt als aktives Mitglied Vorträge über nachhaltige Kreislaufwirtschaft (Cradle2Cradle e.V.), gründete Plattformen wie das „forum zukunftsfähiges esslingen“, und aktuell möchte ich mit der noch jungen Esslinger Initiative #ZusammenZukunftLeben ein gemeinsames Begegnungszentrum aufbauen.

Esslinger:innen wissen, was sie wollen!

In den letzten 3 Jahren wollte ich in meinem Experimentierfeld, dem veganen Bistro #Delicantina in der Heugasse, bewusster essen und kochen und bot Esslingern einen gesunden Mittagstisch an.

Berufstätige- schätzten diesen ruhigen, stillen Ort. Wertschätzten meine leichte Küche.
Dort begannen viele Freundschaften, ich führte viele schöne Gespräche. Ich sammelte viele Eindrücke und stellte fest, dass wir uns Sorgen machen, ums Klima, Sorgen um unsere Kinder, sorgen um unsere Existenz, Sorgen, das wir Menschen es einfach nicht hinkriegen, anzufangen und unsere ERDE wieder ein Stück bewohnbarer und
lebenswerter zu machen.
Wir waren uns einig, dass es so, mit diesem immer
Höher, immer weiter und größer, mit all dem Konsum und Wachstum nicht mehr weiter gehen könne.

Daher ist an der Zeit, es ist lange nicht mehr 5 vor 12, sondern längst 5 nach 12.
Es ist Zeit sich auf den Weg zu machen und auch Kommunalpolitik neu zu denken.
Und, es könnte sein, dass bald schon unsere altbekannten Parteiensysteme überflüssig werden.
Unterschiedliche Parteien stellen unterschiedliche Wahlprogramme auf, stehen „angeblich“ für etwas.

Aber, ganz ehrlich, wollen wir eigentlich nicht alle das Gleiche?
Wollen wir nicht alle gut Leben, in Frieden, Harmonie und Liebe?

Aus meiner Sicht haben wir das gerade erkennen müssen und sollen. Wir sollten erkennen, dass unsere Strukturen, unsere Systeme nicht mehr funktionieren. Durch Corona hat sich langsam ein neues Bewusstsein eingestellt.
Aus meinem Empfinden sind wir bereits am Wendepunkt angelangt.
Jetzt heißt es „Überholtes“ loszulassen – und den Fokus auf neue Werte und Impulse zu richten.
Jetzt ist an der Zeit einen Reset zu machen und ganz genau hinzuschauen, was zu ändern ist.

Wie wollen wir leben?
Ich weiss es für mich, ich weiss es als Frau: Zusammen mit Ihnen, mit Euch allen, mit allen Esslinger BürgerInnen möchte ich im „Bürgermeisteramt“ einen Neustart wagen, einen echten und wahrhaftigen und ich wünsche mir
von ganzem Herzen, dass die Stadt wieder ins Miteinander kommt und wir gemeinsam gute, sinnvolle Projekte auf den Weg bringen.

So stehe für – für Selbstvertrauen, Integrität, Klarheit und Tatkraft.

Esslingens vielfältige Initiativen und Vereine und viele Netzwerke haben bereits viele innovative Ideen und für viele Bereiche wunderbare Konzepte ausgearbeitet. Bisher wurde so viel Gutes gedacht und ausgesprochen,

nur auf den Weg zur Umsetzung gab es irgendwie immer wieder einen Punkt, an dem die Idee im Keim erstickte.

Ich und auch viele weitere Projektgruppen haben die Erfahrung machen müssen, dass irgendwo Hürden kamen, es stagnierte, uns wurden Riegel vorgeschoben, durch Reglementierungen, unsinnigen Vorgaben und Gesetze stagniert es und liess uns stagnieren, weil es einfach nicht mehr weiter ging – alles umsonst gedacht.

WARUM?

Daher setze ich in allem TUN auf Bürgerbeteiligung. In projektbezogenen Stadtteilabschnitten werden wir
gemeinsam der Sache auf den Grund gehen, Ursache und Wirkung erforschen und für Klarkeit und Transparenz sorgen. Wenn es sein muss, werden wir für neue Strukturen sorgen, die für uns als Bürger und unserem Interesse dienlich sind und uns nicht weiterhin ausbremsen. DAS bedarf noch nicht einmal lange Zeit, weil die ganze Vorarbeit ja bereits geleistet wurde…

Durch meine Aktion Bierdeckel, ich habe Ideen und Meinungen gesammelt – und aber auch durch die vielen Dialoge in der Vergangenheit auf der Strasse, bei Treffen z.B. ES Pioniert, oder auch in gemeinsamen Gesprächen mit meinen Gästen in der delicantina, weiss ich, was wir Esslinger uns wünschen, und auch, das meine Mitmenschen genau diese Stagnation erkannt und den Stillstand auch so erlebt haben.

„You cannot not communicate“ Paul Watzlawick

Ich habe zugehört, festgestellt, immer wieder und immer wieder gelernt
„Kommunikation ist ALLES, Sie ist der Schlüssel zum Verständnis.“ Zuhören, miteinander reden, gewaltfrei kommunizieren.
Denn was wir hingegen machen, wir neigen zum Diskutieren, wir urteilen, wir bewerten und wollen Recht haben, wir sind der Meinung, nur unsere Meinung ist die Richtige, zwängen diese auf, statt eben ACHTSAM zu sein,
Mitgefühl zu zeigen, statt zu aktzeptieren, wollen wir ÜBERZEUGEN – es entstehen Konflikte.
Diese Konflikte verärgern uns, bringen uns in schlechte Energien, ziehen uns herunter.

Diese Art von negativ-Kommunikation spiegelt sich auch in unseren Alltagssituationen wider.
Definitionen wie Strafzettel, BUSSgeld, Gesetze, Regeln, Wahlkampf, Verordnungen, Platz nehmen sind Stolperfallen und schränken uns ein, nehmen uns Freiheiten und lassen uns in Konkurrenz denken, lassen uns die Ellbogen ausfahren.

Das alles ist einer Gemeinschaft nicht dienlich, es trennt uns voneinander.
Sicherlich ist ORDNUNG wichtig, aber wieviel effektvoller wäre sie, wenn sie positiver, liebevoller formuliert wäre?
Denkzettel statt Strafzettel, Rat, Tipp, Mitgefühl – Bevormundung …

Und dabei sehnen wir uns als Mensch doch eigentlich, nach Wertschätzung, Anerkennung und auch nach Liebe.
So könnten wir doch einfach auch einmal Irrtümer zugeben, versuchen die andere Sichtweise zu verstehen,
die durch Erfahrungen des ANDEREN bestimmt auch seine Berechtigung hat.
Am meisten lernen wir aus unseren eigenen Erfahrungen.
Das Leben an sich ist lehrreicher als jedes gelesene Buch, jedes gelernte Wort.
Wenn wir uns jedoch in unserem Mitmenschen mitfühlend hineinversetzen, können wir sogar
Erfahrungen mit einander teilen, aber das gelingt nur durch „aufrichtiges Teilhaben“.

Ich bin heute, mit 55 so, wie ich sein will, meine Erfahrungen waren, Gott sei dank, sehr facettenreich.
Sie sind wertvoller sind als jedes angelesene und gelernte Wort,
Für sie bin ich sehr dankbar und sie befähigen mich täglich das zu tun, was ich wirklich will und es gut zu tun,
weil ich es wirklich will! Ich mache jeden Moment zu meinem Beruf und das mit mit Herz und Verstand!

Mit gemeinsamer Politik, im Miteinander und in Verbundenheit können wir Unmöglichliches bewirken
und zur Realität werden lassen. Die Entwicklung dort hin ist der eigentliche Prozess.
Wie man so schön sagt, der Weg ist das Ziel und wir lassen heute DAS Satzende einfach mal OFFEN!

Konkrete Wahlprogramme schränken ein. Mit dem offenen Satzende jedoch bleiben wir flexibel,
können uns auf äußere Änderungen schneller einstellen:

Denn ist es wirklich sicher, dass unser Hauptverkehrsmittel in 2030 tatsächlich das E-Auto (mit hohen Lithiummetallanteilen) sein wird?
Vlt haben sich bis dahin schon wieder neue, viel saubere Technologien und durchgesetzt?
Daher will ich nicht vorgreifen und schon gar nicht Wahlversprechen machen, die ich alleine doch gar nicht umsetzen kann.

Hier sollten wir doch mal auf dem Teppich bleiben
wichtig ist es bei uns zu bleiben! – wir setzen auf Regionalität, erschaffen gemeinsam im Kollektiv,
dass wir sehr wir gedanklich verbunden sind.

Fangen wir bei uns an, unterstützen unser nahes Umfeld: Dabei dürfen wir uns z.B. nicht von
Großinvestoren und großen Wirtschaftsunternehmen abhängig machen.
Sondern sollten, immer wenn es möglich ist, unsere regionalen
Unternehmen, den Mittelstand und Kleinunternehmer sowie Dienstleistungsbetriebe unterstützen
und fördern, indem wir Sie beauftragen und sie gerechter besteuern.

Ohne WENN und ABER

Das alles stärkt uns als Region und sichert uns ortsnahe Arbeitsplätze. Dazu gehört auch, dass wir autark bleiben
und möglichst ohne Fördergelder von AUSSEN auskommen. Denn auch das schafft nur Abhängigkeiten durch
Verträge bestehend aus Forderungen und Bedingungen.

Ich denke, zukünftig braucht es mehr parteiübergreifende Konzepte für ein neues Miteinander.
Das ist mein Beweggrund hier zu stehen …
Das erreichen wir, indem wir uns zusammen setzen und alle unsere Anliegen nach den wahren Prinzipien einer
Demokratie ausrichten,

für mehr Gerechtigkeit, Frieden, Freiheit, Gesundheit und Wohlstand!

Ich freue mich auf die Herausforderung mit meinen Mitmenschen wieder ins Miteinander zu kommen.
Und ich freue mich, fühle mich stark und bin bereit die volle Verantwortung für Sie, für EUCH und
für eine liebenswerte Stadt, wie Esslingen, zu übernehmen.

Ich werde an meinen neuen Aufgaben wachsen,
da bin ich mir sicher, wir müssen uns keine Sorgen machen, ich bin da ganz zuversichtlich.
Was wir alleine nicht schaffen, schaffen wir gemeinsam.

Daher geht am 11.7.21 zur WAHL
Ihr habt die Wahl „Ja zu UNS! zu sagen.

Vielen herzlichen Dank!

Spendenaufruf

Eine Wahlkampagne ist sehr aufwändig und es entstehen eine Menge Kosten und Gebühren.
Da ich mich als Oberbürgermeisterin für Esslingen fraktionslos bewerbe, werde ich finanziell von keiner Partei unterstützt. Sämtliche Kosten die anfallen, erbringe ich in Vorleistung aus rein privaten Mitteln.
Daher werde ich mich über Spenden riesig freuen!
VIELEN HERZLICHEN DANK!

KONTOVERBINDUNG

Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen

DE24 6115 0020 01102 9205 83 INH. Gabriela Letzing, BIC ESSLDE66xxx

meine Werbekampagne

muss eine Low-Budget.Lösung sein. Ich werde von keiner Partei finanziert und somit muss sie kostengünstig ausfallen. Immerhin kann sie dann „umweltfreundlich“ gestaltet werden.
Gratis Werbung ist meine gedankliche „Verknüpfungs-Assoziation“ (psychologisch wertvoll):
Seit ungefähr Dezember 2020 begegnet mir täglich (oder zumindest, wenn ich mir es wünsche) ein LKW von GLS.
G = Gabriela L = Letzing S = Siegt

Er fährt mittlerweile an vielen Stellen in Esslingen, an meinen Augen, vorbei. Früher waren es eher UPS oder dhl, heute ist es die GLS.
Nicht nur zu den üblichen Lieferzeiten oder nur in den Strassen der Innenstadt, wo ich wohne, NEIN,
er ist überall, auch abends, wenn ich gemütlich auf einer Decke im Merkelpark liege – dann erspähe ich ihn genau in dem Moment, wenn ich mich kurz aufrichte und einen raschen Blick auf die B10 werfe…
ZUFALL?
Nein, es kann kein Zufall sein, wenn unmittelbar darauf ein weiterer LKW in entgegengesetzter Richtung erscheint.
ZUFALL?
NEIN, ich glaube nicht an Zufälle. Und schon gar nicht, wenn ein dritter LKW mit der Aufschrift: „Zufall“ folgt, oder?
Macht mit, lasst es mich wissen, wenn auch Ihr sie seht!

GLS